Dorfentwicklung

Verbesserung der Lebensqualität, Bewältigung der Folgen des demographischen Wandels und der Schrumpfung, Neuorganisation der Infrastruktur, Pflege des Ortsbildes und der Attraktivität, Förderung der wirtschaftlichen Basis, Stützung des Ehrenamtes – dies sind zentrale Zukunftsaufgaben in der überwiegenden Zahl der ländlichen Kleinstädte und Dörfer.

Die Auseinandersetzung mit diesen Aufgaben und Entwicklung von Lösungsansätzen bzw. konkreten Projekten erfordert eine integrierte Herangehensweise. Die Erarbeitung entsprechender Konzepte wird in vielen Bundesländern gefördert. Zu denken ist an:

  • Integrierte Kommunale Entwicklungskonzepte (IKEK)
  • Innenentwicklungskonzepte (DIEK),

Maßnahmen, die auf Grundlage dieser Konzepte umgesetzt werden sollen, erhalten eine höhere Förderung. Wichtig darüber hinaus: Private Dorferneuerungsmaßnahmen erhalten ohne IKEK/DIEK keine Förderung.

Eine besondere Problematik ergibt sich in vielen Gemeinden aufgrund der Zunahme leerstehender Gebäude. Betroffen sind dabei sowohl Wohn- und Gewerbeobjekte als auch landwirtschaftliche Gebäude. Da es sich oftmals um zentrale Bereiche und ortsbildprägende Bauten handelt, wird sowohl das Erscheinungsbild als auch die Funktion der Ortskerne nachhaltig beeinträchtigt. Für immer mehr Ortsteile/Dörfer werden daher tragfähige Ideen benötigt, um Funktion und Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

Mit der Bündelung der Kompetenzen der Büros AG Stadt und MSP ImpulsProjekt bieten wir umfassende Unterstützung in allen Fragen der Dorfentwicklung und des Dorfumbaus an.

Die beiden Planungsbüros decken gemeinsam sämtliche für die Erarbeitung integrierter Entwicklungskonzepte erforderlichen Fachgebiete und Kompetenzen ab:

  • Umfangreiches Wissen zu den Problemstellungen und Aufgabenfeldern ländlicher Entwicklung / Dorfentwicklung
  • Moderations- und Kommunikationserfahrung in Planungsprozessen
  • Erfahrungen aus der Konzeption und Durchführung von Online-Befragungen im Rahmen der Bestandsanalyse.

Erarbeitung integrierter kommunaler Entwicklungskonzepte

MSP ImpulsProjekt hat in NRW in 2016/17 in einer Arbeitsgemeinschaft mit AG Stadt (Kassel) insgesamt fünf integrierte kommunale Entwicklungskonzepte (IKEK) erarbeitet:

  • IKEK Gemeinde Finnentrop
  • IKEK Stadt Rüthen
  • IKEK Gemeinde Wickede (Ruhr)
  • IKEK Stadt Kreuztal
  • IKEK Stadt Lichtenau.

Mit dem IKEK für die Stadt Hilchenbach und dem IKEK für die Gemeinde Wilnsdorf folgen in 2018 zwei weitere.

Nordrhein-Westfalen hat zur Stärkung der ländlich geprägten Regionen Handlungsprioritäten im Rahmen des NRW-Programms »Ländlicher Raum 2014–2020« definiert und einen Schwerpunkt auf die „Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten“ gelegt.
Die genannten Kommunen haben sich angesichts der fortschreitenden Transformation des ländlichen Raums sowie der aktuellen und prognostizierten demographischen Entwicklungen entschieden, ein »Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept« (IKEK) aufzustellen, welches Grundlage und Voraussetzung für die zukünftige Förderung von öffentlichen und privaten Maßnahmen darstellt.
Die im Zusammenwirken von Bürgerschaft, Verwaltung und kommunalen Gremien erarbeiteten IKEK bilden sowohl ortsteilbezogen als auch gesamtkommunal die Basis für nachhaltige und zukunftsfähige Projekte und Maßnahmen. Das NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020 stellt die Fördergrundlage für zukünftig umzusetzende Projekte und Maßnahmen dar.
Die Förderrichtlinie zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (RL ILE 2014-2020) des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) sowie das vom Land NRW veröffentlichte Papier „Mindestanforderungen, Empfehlungen für Methodik und Inhalte (IKEK NRW) Stand 08. September 2015“ bilden maßgebliche Vorgaben bezüglich Zielstellung, Erstellung und Umfang der IKEKs.
Die integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte zeigen langfristig angestrebte und mit Bürgerschaft und Verwaltung entwickelte und abgestimmte Entwicklungsziele auf und dienen als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Entwicklungen. Für die Förderung von (privaten) Maßnahmen zum Erhalt ländlicher Bausubstanz wurden in den Ortschaften der Kommunen die historischen Ortskerne als Fördergebiete abgegrenzt.